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ANATOMY OF A FILM

Die FSK äußert sich - auch zu Uwe Boll

In den letzten Wochen gab es eine große Debatte, die teilweise sogar über die deutschen Grenzen hinaus reichte. Der deutsche Regisseur Uwe Boll wollte seinen neuen Film Citizen Vigilante veröffentlichen. In dem Film geht es um den ehemaligen US-amerikanischen Regisseur Sanders, der in einem osteuropäischen Land Selbstjustiz gegen Kriminelle ausübt. Dabei tötet er unter anderem eine Gruppe von Migranten, welche eine Jungendliche gruppenvergewaltigt haben. Der Film Citizen Vigilante bekam in jedem Land eine Altersfreigabe ab 16 oder 18 Jahren, nur in Deutschland erhielt er von der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) für den Homeentertainmentbereich gar keine Freigabe. Das ist mit großen Einschränkungen beim Vertrieb verbunden. Uwe Boll beschuldigte die FSK der politischen Zensur und dass sie den Film verbieten würden und entfacht damit eine große Debatte. Die FSK beruft sich jedoch auf die Selbstjustiz, die laut Gesetz in Filmen als Jugendgefährdend eingestuft wird. Uwe Boll fragt, wieso dann Joker oder John Wick oder sämtliche anderen Actionfilme eine FSK-Freigabe bekommen haben. Actionfilme zeigen meistens Selbstjustiz. Die Antwort der FSK lautet, dass sie die Wirkung eines Films anhand diverser filmischer Aspekte von einem unabhängigen Expertengremium bewerten lassen. Während Uwe Boll von Sendung zu Sendung und von Podcast zu Podcast mit dem Thema zieht und sich empört, mischt sich plötzlich auch Elon Musk in die Debatte ein. Er stellt den Film in Absprache mit Uwe Boll für 24 Stunden freizugänglich auf seiner Plattform X zu Verfügung. Deswegen rede ich heute mit dem stellv. Gschäftsführer der FSK Peter Kaun. Wir reden allgemein über die Aufgaben, Pflichten und Strukturen der FSK, aber auch über Uwe Boll, seine Vorwürfe und den Film Citizen Vigilante. Wie arbeitet die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) wirklich? Nach welchen Kriterien werden Filme bewertet? Und was passiert, wenn ein Film keine FSK-Freigabe erhält? In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Peter Kaun, dem stellvertretenden Geschäftsführer der FSK, über die Arbeit der deutschen Filmfreigabe und die Herausforderungen des modernen Jugendmedienschutzes. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der Prüfausschüsse und sprechen darüber, wie Altersfreigaben entstehen, welche Kriterien dabei eine Rolle spielen und wie sich die Bewertung von Filmen im Laufe der Jahre verändert hat. Ein besonderer Schwerpunkt des Gesprächs ist Uwe Bolls Film Citizen Vigilante. Der Film erhielt im Home-Entertainment-Bereich keine FSK-Kennzeichnung und löste damit eine intensive Diskussion aus. Gemeinsam sprechen wir über diesen außergewöhnlichen Fall und darüber, welche Faktoren bei der Bewertung eines Films berücksichtigt werden. Dabei geht es auch um die grundsätzliche Frage, wo die Grenzen zwischen Kunstfreiheit, Gewaltdarstellung, gesellschaftlicher Verantwortung und Jugendschutz verlaufen. Darüber hinaus diskutieren wir verbreitete Missverständnisse über die Arbeit der FSK und klären, welche Aufgaben die Institution tatsächlich hat – und welche nicht. Eine spannende Folge für alle, die sich für Film, Medienrecht, Jugendschutz und die Wirkung audiovisueller Medien interessieren. Wie stehst du zur Arbeit der FSK? Sind die heutigen Altersfreigaben angemessen oder sollte der Jugendschutz strenger beziehungsweise liberaler sein? Schreib deine Meinung gerne in die Kommentare – wir freuen uns auf die Diskussion! 00:00 Teaser FSK-Debatte 00:29 Einspieler Kontext zu FSK & Citizen Vigilante 01:13 Trubel der letzten Wochen - FSK 04:12 Wofür braucht es die FSK? 12:40 Nachfragen zu Struktur & Arbeitsweise der FSK 25:02 Causa Uwe Boll & Citizen Vigilante 32:29 Kern der Debatte zu Citizen Vigilante 38:49 Bundeszentrale für Kinder und Medienschutz (BZKJ) 44:14 Bewertung von CV vs. John Wick vs. Joker 53:52 Darf man aus ideologischen Gründen Freigabe verwehren? 56:04 Schlussbetrachtung Redaktion & Moderation: Sven Unland Kamera: Raul Valero Ton: Eugenia Fontana https://www.fsk.de/ #fsk #uweboll #citizenvigilante #filmpodcast #kino #filmanalyse

>> Alles zur Sendereihe / Format

  • Länge: 59m 53s
  • Erstausstrahlung: 13.08.2026 16:01 Uhr
  • Nächster Sendetermin: 13.08.2026 16:01 Uhr
  • Produziert von: S. Unland