Das Video wird von Youtube eingebettet.
Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.
Wetter und Gesundheit Spezial
Spargesetz bedroht ärztliche Versorgung
Unter dem geplanten GKV (Gesetzliche KrankenVersicherung) -Beitragssatzstabilisierungsgesetz, leiden vor allem Patienten/Senioren, aber auch die Ärzte. Umgangssprachlich wird von dem GKV-Spargesetz gesprochen: Es soll, muss gespart werden. Aber doch bitte nicht mit Maßnahmen, die zu einer schlechteren Versorgung der Patienten führen, was letztendlich dazu führt, dass Patienten immer häufiger nicht gesund sondern krank/kränker werden, wodurch beispielweise ein notwendiger, teurer Eingriff im Krankenhaus erforderlich wird. Alle Maßnahmen, die in dem Gesetz stehen kann ich hier nicht aufführen, aber zwei will ich skizieren:
1. Kranke sollen sich demnächst zuerst beim Hausarzt vorstellen, der dann bei Bedarf zum Facharzt überweist, bedeutet ein höheres Patientenaufkommen. Diese neuen Patienten sollen zunächst nur mit einem Abschlag vergütet werden, heißt wir werden dafür bestraft, dass wir mehr Menschen versorgen müssen. “Darunter leiden ja nicht direkt die Patienten“ werden Sie sagen. Stimmt, aber unter dem entstehenden Stress in der Praxis werden alle Patienten zu leiden haben, vor allem unter den längeren Wartezeiten. Normalerweise würde der Arzt eine zusätzliche Fachangestellte anstellen, was er sich mit der Abschlagszahlung nicht leisten kann und einen zusätzlichen Arzt in der Praxis erst recht nicht. Ob dieses hohe Patientenaufkommen vom Apotheker abgefangen werden kann, weil er jetzt geplant mehr ärztliche Aufgaben, die er nicht gelernt hat, übernehmen darf, bezweifele ich.
2. Im vergangenen Jahr ist uns endlich eine vollständige Vergütung der hausärztlichen Leistungen gelungen. Früher gab es ein Honorarbudget. Wenn das überschritten wurde, wegen beispielsweise einem höheren Patientenaufkommen durch eine Grippewelle, wurde abgestaffelt bezahlt. Diese Regelung wurde abgeschafft (=Entbudgetierung). Jetzt soll sie wieder eingeführt werden. Hausärzte werden also wieder Leistungen umsonst erbringen, was auch zu einer Verschlechterung der Stimmung in der Praxis führen wird. Die Leidtragenden sind wieder auch die Patienten.
Sollten diese und ähnliche Maßnahmen wirklich umgesetzt werden, wird mancher Hausarzt früher als geplant aufhören. In der Folge wird der Hausarztmangel größer werden. Leidtragende sind vor allem die Patienten.
Aktuell ist dieses Spargesetz noch im parlamentarischen Verfahren. Änderungen sind also noch möglich. Getreu unserem Motto “Ärzte unterstützen ihre Patienten und Patienten ihre Ärzte“ können wir hier Einfluss nehmen.
Der Hausärzteverband hat eine Protestaktion organisiert, an der ich Sie bitte teilzunehmen. Ihr Hausarzt erklärt Ihnen die Kampagne.
1. Kranke sollen sich demnächst zuerst beim Hausarzt vorstellen, der dann bei Bedarf zum Facharzt überweist, bedeutet ein höheres Patientenaufkommen. Diese neuen Patienten sollen zunächst nur mit einem Abschlag vergütet werden, heißt wir werden dafür bestraft, dass wir mehr Menschen versorgen müssen. “Darunter leiden ja nicht direkt die Patienten“ werden Sie sagen. Stimmt, aber unter dem entstehenden Stress in der Praxis werden alle Patienten zu leiden haben, vor allem unter den längeren Wartezeiten. Normalerweise würde der Arzt eine zusätzliche Fachangestellte anstellen, was er sich mit der Abschlagszahlung nicht leisten kann und einen zusätzlichen Arzt in der Praxis erst recht nicht. Ob dieses hohe Patientenaufkommen vom Apotheker abgefangen werden kann, weil er jetzt geplant mehr ärztliche Aufgaben, die er nicht gelernt hat, übernehmen darf, bezweifele ich.
2. Im vergangenen Jahr ist uns endlich eine vollständige Vergütung der hausärztlichen Leistungen gelungen. Früher gab es ein Honorarbudget. Wenn das überschritten wurde, wegen beispielsweise einem höheren Patientenaufkommen durch eine Grippewelle, wurde abgestaffelt bezahlt. Diese Regelung wurde abgeschafft (=Entbudgetierung). Jetzt soll sie wieder eingeführt werden. Hausärzte werden also wieder Leistungen umsonst erbringen, was auch zu einer Verschlechterung der Stimmung in der Praxis führen wird. Die Leidtragenden sind wieder auch die Patienten.
Sollten diese und ähnliche Maßnahmen wirklich umgesetzt werden, wird mancher Hausarzt früher als geplant aufhören. In der Folge wird der Hausarztmangel größer werden. Leidtragende sind vor allem die Patienten.
Aktuell ist dieses Spargesetz noch im parlamentarischen Verfahren. Änderungen sind also noch möglich. Getreu unserem Motto “Ärzte unterstützen ihre Patienten und Patienten ihre Ärzte“ können wir hier Einfluss nehmen.
Der Hausärzteverband hat eine Protestaktion organisiert, an der ich Sie bitte teilzunehmen. Ihr Hausarzt erklärt Ihnen die Kampagne.
- Länge: 08m 43s
- Erstausstrahlung: 11.06.2026 15:20 Uhr
- Nächster Sendetermin: 23.06.2026 10:54 Uhr
- Produziert von: G. Gerhardt
Archiv